Ostpreußen also. Marienburg. Wer hier seine erste Ostpreußenreise startet, sollte wissen dass es nur noch besser werden kann. Wussten wir nicht. Die Burg ist ja recht nett, also ziemlich cool um nicht zu sagen, die Stadt aber leider weniger. Wo nach dem Krieg nix mehr war, hat man auch nichts mehr wiederaufgebaut. Bis auf die Burg natürlich, die ist ein riesiger (ha, Wortspiel!) Touristenmagnet. Die haben wir uns natürlich angeschaut. Wenn man jedoch weiß wie und von wem sie gebaut und genutzt wurde (siehe Literatur!), verfliegt doch ziemlich schnell die Ehrfurcht, die die gewaltigen Mauern ausstrahlen. Das Staunen bleibt.
Schlagwort: Marienburg
Anreise
Der Weg ist das Ziel. Heißt es. Stimmt aber nicht. Wieso sollte ich sonst schon drei Tage unterwegs gewesen sein, bevor ich das erste Mal richtig in die Pedale treten konnte? Los ging es am 28. Juli. Um 13 Uhr, eine Stunde nach dem Ende meiner letzten Klausur in Freiburg, bestieg ich den InterCity Richtung Norden. Schon im Dämmern in Uelzen angekommen, folgte ein 10km Radsprint zum Haus meiner Mutter. Früh am nächsten Morgen holte mich mein Vater dort ab002_Autofahrer und wir fuhren den ganzen Tag Auto. Schon nach den ersten paar Kilometern auf den ziemlich guten polnischen Straßen mussten wir die erste Aussage unseres Reiseführers revidieren: Nein, die Polen fahren NICHT besonnen und ohne Hetze Auto. Sie fahren rücksichtslos stetig 30 km/h über dem Tempolimit und überholen auch wenn es gar nicht mehr geht.